Wie läuft die Herstellung des Weinkorkens ab?

Als Weintrinker oder -sammler weißt du vielleicht viel über den Wein selbst, aber wie viel weißt du

Der Prozess der Herstellung eines Weinkorken ist langwierig, aber dennoch interessant. In diesem Artikel erfährst du, wie die Herstellung des Weinkorkens von Statten geht.

Die Herstellung des Weinkorkens fängt mit dem richtigen Baum an

Kork wird aus der Rinde eines Korkeichenbaums gebildet. Diese Bäume sind vorwiegend in Mittelmeerländern wie Spanien und Portugal zu finden.  Der Baum erreicht seine Reife nach etwa 25 Jahren Wachstum. Sobald die Reife erreicht ist, beginnen speziell ausgebildete Korkernerntemaschinen damit, die Rinde mit einer Axt zu entfernen. 

Der gesamte Prozess des Abtrennens der Rinde erfolgt gekonnt von Hand. Das Jahr, in dem der Kork von einem bestimmten Baum geerntet wird, wird auf dem Baum markiert, damit er nicht zu früh wieder geerntet wird. Der Baum braucht mindestens neun Jahre, um genügend Rinde nachwachsen zu lassen, damit er wieder geerntet werden kann. In der Regel werden die Bäume alle neun bis zwölf Jahre geerntet. Dieser Prozess schadet dem Baum nicht und macht ihn zu einer nachhaltigen und erneuerbaren Ressource für die Weinindustrie. 

Mit einer Lebensdauer zwischen 150 und 250 Jahren kann jeder Baum während seiner gesamten Lebensdauer etwa 12 Ernten im Wert von Kork liefern. 

Insgesamt werden jedes Jahr ca 340.000 Tonnen Kork geerntet, von welchen nur 15 % davon zu Weinkorken verarbeitet werden.

Herstellung des Weinkorkens: Vorbereitung der Rinde

Bevor irgendetwas mit der Rinde passiert, wird sie für einige Monate zur Heilung draußen gelassen. Die Rinde wird auf Paletten geladen und zur Reinigung in eine Verarbeitungsanlage gebracht. 

Zuerst wird sie gekocht, was dazu beiträgt, den Kork sowohl zu reinigen als auch aufzuweichen. Somit wird sie auch flacher, so dass sie sich leichter bearbeiten und zu Korken verarbeiten lässt. Das Wasser, in das sie eingeweicht wird, enthält auch ein Fungizid, um sicherzustellen, dass der Korken frei von jeglichem schlechten Pilz oder Schimmel ist. 

Jede Rinde, die von minderer Qualität ist, wird natürlich aussortiert und die übriggebliebenen Rinden werden gestapelt und für einige Wochen in einem feuchtigkeitskontrollierten Raum gelagert. 

Herstellung des Weinkorkens: Schneiden der Korken

Jede Rinde wird dann nach Qualität sortiert und in kleinere Streifen geschnitten. Der beste Kork wird mit der Hand verarbeitet (gestanzt), wobei der Rest durch Maschinen verarbeitet wird. 

Sie können dann weiter gereinigt und sterilisiert werden. Als nächstes werden die Korken sowohl optisch durch eine Maschine als auch wieder nach Augenmaß sortiert, um sicherzustellen, dass die Korken nach der richtigen Sortierung organisiert sind. Der hochwertigste Korken ist der teuerste und wird für die Herstellung der besten Weinflaschen verwendet.

Viele Rindenstücke sind zu dünn, um daraus einen hochwertigen Weinkorken zu formen, denn er muss so dick sein, dass er keinerlei Lücken aufweist, um ein Auslaufen des Weins zu verhindern. 

Damit die Rinde nicht verschwendet wird, werden die restlichen Korkstücke zermahlen und dann zu einem Korken zusammengeschmolzen. Auf diese Weise wird der Korken weniger verschwendet und es entstehen Verschlüsse für billigere Flaschen.

Kleiner Fakt am Rande

Es werden jährlich ca 13 Milliarden Weinkorken hergestellt. Viele davon verbleiben in den Sammlungen der Weintrinker oder landen auf einer Deponie. Das gute an Weinkorken ist, dass man sie zu Produkten recyceln kann. 

Sie können zwar nicht als Weinkorken wiederverwendet werden, aber sie können zu Korkplatten oder Korkbodenbelägen verarbeitet werden, wodurch dem Korken nicht einfach weggeschmissen wird, sondern eine neue Aufgabe bekommt. 
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